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Referat zum Thema HundeIch habe als ich 2006 im ATZ in Saarbrücken war, ein Referat zum „Hunde“ geschrieben. Was ich auch eigentlich vortragen sollte, aber ich bin nach wenigen Sätzen heulend raus gelaufen. Ich hab hier auf dieser Seite mein Referat in etwas abgeänderter Form noch einmal aufgeschrieben. Wir selbst haben derzeit 6 Hunde und ein Pflegehund. Ich werde euch etwas über unsere Hunde schreiben, wie wir zu Ihnen gekommen sind und etwas über sie Erzählen. Über Hunde, Rassen usw. kann man überall was lesen, aber Hundegeschichten aus dem Alltag nicht. Das sind Momente und Augenblicke die liest man in keinem Buch. Jetzt ist die Frage wie kommt man zu so vielen Hunden ?? Nun ja, dann werde ich am besten mal anfangen was darüber zu erzählen, oder?? Das fing alles am 03.01.1998 an. Wir haben lange mit dem Gedanken gespielt uns ein Hund zu kaufen. Haben viele Anzeigen studiert usw. An dem Tag war es dann soweit, es war mein Geburtstag gewesen. Wir fuhren zu einer Familie die kleine Yorksherterrier Welpen zu verkaufen hatten. Freunde und bekannte haben uns im voraus gesagt, nimmt den Hund der zuerst auf euch zugelaufen kommt. Das machten wir auch. Charly kam direkt zu uns gelaufen, so klein wie er war. Er war gerade mal 6 Wochen, wir hatten damals nicht viel Ahnung von Hunden und waren ganz erschrocken das er so gar nicht aussieht wie ein Yorkie. So ganz klein gleichen sie Dobermann Welpen. Mein Vater wusste bis dahin noch nichts davon. Als wir mit ihm Zuhause ankamen war sichtlich geschockt, ihm blieb sprichwörtlich die Spucke im Hals stecken. Er schaute ihn und uns an fragte dann „WAS IST DAS?“, aber es dauerte nicht lange und er war vernarrt in Ihn. Unser Charly war super verspielt, total verschmust und ein echt süßes Bubchen. Er Rammelte alles was er finden konnte. Er war ein echter Sockenfetischist und Socken über alles, da war es egal ob sie noch an den Füßen waren, im Gegenteil das fand er witzig und tobte sich daran richtig aus. Im Juni kam dann Judy zu uns, sie war damals auch erst 6 Wochen. Charly und Judy waren ganz schnell die besten Freunde. Jeden Streich haben sie gemeinsam gemacht. Wie ein altes Ehepaar. Eines Morgens im Dezember hörten wir ein erbärmliches schreien aus dem Schlafzimmer. Wir alle natürlich sofort ins Schlafzimmer, und da hingen beide aneinander. Wir wussten zuerst nicht was abging, und riefen den Tierarzt an. Da sagte man uns Charly hätte gerade Judy gedeckt. Dem war auch so. 9 Wochen später kamen zwei wunderschöne kleine Mädchen zur Welt. Am 11.Februar bekam Judy wehen, aber da Judy noch sehr jung war und auch klein, schaffte sie es alleine nicht, wir haben versucht Geburtshelfer zu sein. Aber alleine schaffte sie es nicht. Am nächsten Morgen brachte sie per Kaiserschnitt zwei kleine Mädels zur Welt. Molly und Angel. Man sagte uns das eines der Mädchen es nicht schaffen würde, sie wäre zu schwach und beim Kaiserschnitt wurde sie mit dem Messer getroffen. Mit dem Gedanken, das eines der beiden nicht überlebt, entschieden wir uns beide zu behalten. Zum glück hat es aber überlebt. So hatten wir innerhalb wenigen Monaten eine kleine Familie. Jetzt brauchten bei nur noch Namen, und zu beginn als wir uns noch nicht festgelegt haben, nannten wir sie,( da eines der beiden genäht wurde), „ Das Genähte und das Ungenähte“, und später gaben wir Ihnen die Namen „Molly und Angel (von uns liebevoll Engelchen genannt“. Zwei Schwestern mit Herz, man kann auch sagen „Eh Kopp und ener Arsch“. Als meine Schwester Ende 2001 in eine WG zog, wollte sie auch gern einen der Hunde mitnehmen, aber man konnte sie nicht voneinander trennen. So kaufte sie sich Anfang 2002 einen kleinen Mischlingswelpen „Shila“. Als sie aus der WG auszog kurz danach, in eine eigene Wohnung konnte sie Shila nicht mitnehmen. Für uns war aber auch klar in fremde Hände kommt sie nicht und nahmen sie zu uns. Sie verstand sich super mit den anderen 4. So war ganz schnell unsere Rasselbande zusammen. Charly, Judy, Molly, Angel und Shila ein unschlagbares Team. Charly war der älteste gewesen. Er war ein absolut treuer Freund und Begleiter , seine vorlieben galten dem Fressen und spielen. Er war ein Futterneider. Judy ist unsere gutmütige Seele. Sie bringt nichts aus der Fassung. Ist von Natur aus gemütlich und mag Tiere und Kinder. Molly ist sehr anhänglich, sie liebt ihre Bezugspersonen abgöttisch. Lange Spaziergänge mag sie weniger, es seitdem sie wird getragen. Engelchen ist ein absoluter Jagdhund, vor allem mag sie Igel, Ratten und Kröten nicht, sie ist vom Wesen her eher ruhig, aber sehr verschmust. Shila, ist ein kleiner Wildfang, sie war zu beginn ein Beißer, aber das hat sie mit den Monaten abgelegt. Ihre 3 größten vorlieben sind, Schmusen bis der Krankenwagen kommt, Schlafen bis in die Puppen und Bellen so lang, bis auch der letzte sie gehört hat. Ich denk an viele schöne und witzige Momente zurück. Wie z.B. als wir am Flughafen waren, und Charly zu einem Taxi lief, und sich neben den Fahrer auf den Beifahrersitz setzte. Der war ziemlich erschrocken über seinen Tierischen Fahrgast. Als Judy trächtig war, hatten wir Mittags mal Burgunder Braten, wir haben den Topf mit dem Braten auf dem Tisch stehen lassen, da mein Bruder noch Essen wollte. Wir sind nichts ahnend aus der Küche gegangen und als wir wieder kamen, saß unsere hochschwangere Judy auf dem Küchentisch und naschte am Burgunderbraten. Schmeckt ja auch besser als das Dosenfutter. Da sind sich alle von den 5 einig. Wenn wir wir am Tisch sitzen und Essen, dann sitzen 4 Hunde daneben und betteln. Sie wollen ja eigentlich gar nichts von dem Essen, aber sie hoffen, das sie mit Ihrem Blick solch ein Mitleid erregen können, das uns es nimmer schmeckt, und sie es dann sowieso bekommen. Die haben echt oft nur Unsinn im Kopf. Im Sommer lieben sie es aus dem Blumenkübeln im Garten die Blumen rauszupflücken und laufen dann mit dem Blumen im Maul herum. Und bringen sie uns. So nach dem Motto „ Ich hab Blumen für dich“. Was ich ja wirklich großzügig finde ist, das sie es erlauben das wir bei Ihnen im Bett Schlafen dürfen. Eigentlich ist es ja unser Bett, aber ich glaub das sehen die Hunde anders. Wie es auch für Terrier üblich ist, mögen auch unsere das Jagen nach Tieren. Der Yorkshireterrier wurde ja eigentlich dafür auch gezüchtet Ratten zu Jagen. So ganz nach Ihrem Ursprung gehen sie auch vor. Es wird alles gejagt was zu jagen ist, egal ob Igel, Kröten oder Ratten. Es kommt jeder an die Reihe. Den Igel nehmen sie lieber auch als Fußball. Molly wollte ihn schon zum Apportieren verwenden. Da fällt mir ein, Charly hab ich immer verzweifelt versucht das Apportieren des Stöckchen oder Ball beizubringen. Aber das Spielchen hatte er anders verstanden. Er brachte wunderbar das Stöckchen wieder, legte es vor unsere Füße und wenn wir danach griffen schnappte er es wieder weg, und lief munter davon. So ging es dann hin und her und irgendwann liefen Wir dem Stöckchen hinterher. Das fand er dann witzig. Er war ganz anders als unsere Weiber, er liebte das Fotografieren, Baden, Bürsten alles was die Weiber net so mögen. So ist es auch immer ein Kraftaufwand wenn Shila gebadet werden soll. Sie flitzt dann von einem Ecken zum anderen und gibt uns keine Chance nachzukommen. Es gab aber nicht immer witzige oder schöne Momente, sondern auch Traurige. Das schlimmste war als unser Charly eingeschläfert wurde im Juli. Er war gerade mal 8 ½ Jahre, das ist kein Alter für ein Hund. Aber er war schwer Krank. 2002 wurde bei ihm Diabetes festgestellt. Das war natürlich ein schock, aber wir mussten uns alle daran gewöhnen und lernen damit zurecht zu kommen. Er musste von nun an täglich gespritzt werden, das war eine Umstellung für alle gewesen. Aber er machte es so tapfer, er kam nach kurzer Zeit schon von selber für seine Spritze. Nach einem Virus, der ihn im gesamten geschwächt hatte, musste er zweimal täglich gespritzt werden. Zum glück erholte er sich wieder. Durch den Zucker, verschlechterte sich mit den Jahren auch seine Augen, er war zum Schluss Blind gewesen. Das war für Ihn aber weniger ein Hindernis, er war dennoch das muntere und verspielte Kerlchen wie sonst auch. Bis Ende Juni 2006, er war Morgens sehr schlapp gewesen, der sackte immer ab. Wir fuhren dann zur Tierklinik, dort stellte man fest das er Unterzuckert war, er bekam direkt Infusionen und blieb den Mittag über dort. Nachdem wir ihn abgeholt haben und wieder Zuhause waren, bekam er Abends einen Zuckerschock. Der Anblick war grausam, wir gaben ihm sofort Traubenzucker ins Mäulchen. Es besserte sich danach auch wieder, aber von dem Tag an ging es nur bergab. Er übergab sich dauernd, hat nichts mehr gegessen, hat rapide abgenommen. Selbst die Tierärzte standen vor einem Rätsel. Nach einigen Untersuchungen kam dann noch die Diagnose Cushing Syndrom, dazu kam das seine Leber und Nieren beschädigt waren, und er im Kopf einen Tumor hatte. Man konnte jetzt nur noch auf wunder hoffen, hoffen darauf das er wieder selbstständig anfängt zu fressen. Es ging Ihm jeden Tag schlechter, wir mussten uns mit dem Gedanke befassen Ihn zu erlösen. Das war eine Entscheidung die niemand übernehmen wollte „ Ich kann nicht über Leben und Tod entscheiden, das wollte ich auch nicht“. Am 14 Juli machten meine Eltern dann einen Termin in der Tierklinik aus. Ich wollte es nicht wahrhaben auch nicht zulassen, ich bot Charly immer wieder vom Fressen an, und wie durch ein Wunder hat er das Fressen angenommen, und es schmeckte ihm, er langte zu. Da kamen mir die Tränen, eine größere Freude konnte man mir nicht machen. Am nächsten Tag war auch wieder beim Betteln am Tisch dabei gewesen. Es wäre ein wunder gewesen, wenn die Realität uns nicht eingeholt hätte. Es ging ihm am Tag darauf noch schlechter, er baute innerhalb von Stunden ab. Es war nur ein letztes Aufbäumen. Montag Abend ging es ihm dann so schlecht, das wir zur Tierklinik gefahren sind, er sollte nicht durch unseren Egoismus leiden. Das hat er nicht verdient. Während der Fahrt hab ich Ihn die ganze Zeit auf dem Arm gehabt. Auch in der Tierklinik, ich wollte Ihn nicht alleine lassen. Er soll spüren das er nicht alleine ist. Er hat die Narkose schon nicht überlebt gehabt. Das war schrecklich. Der Gedanke er ist nicht mehr da war sehr schmerzhaft gewesen. Aber jetzt musste er nicht mehr leiden und ich hoffe das es Ihm dort wo er jetzt ist, gut geht. Wir haben Ihn bei uns im Garten begraben an der stelle steht ein Kreuz mit Blumen, das hat er verdient. Ich möchte Ihm auch für die Zeit danken die ich mit Ihm haben durfte und für seine Treue. Einen besseren Freund gibt es nicht. Ich konnte mich mit seinem Tod nicht abfinden, er hat mir gefehlt. Ich wollte nicht ohne Ihn Leben und wollte Ihm folgen. Anfang Februar war ich soweit gewesen, ich wollte zu Ihm. Meine Familie fand meinen Abschiedsbrief. Meine Mutter wollte mich auf andere Gedanken bringen, sie wollte mir was gutes tun, und sie überredete mich, das ich mit Ihnen nach Luxemburg fahre. Ich willigte widerwillig ein, aber wo es hinging wusste ich nicht. Erst als wir am Ziel waren, sagte sie mir das sie mir einen Welpen schenken möchte. Wir gingen zu dieser Familie ins Haus. Sie hatten einen Yorkie, den sie eigentlich Ihrer Tochter gekauft haben, aber sie war allergisch geben Sie. Und somit suchten sie neue Besitzer. Der Hund hieß Sissy, sie war gerade mal 3 oder 4 Wochen, sie war sehr winzig. Ich weigerte mich sie anzunehmen, aber meine Mutter nahm sie mit. Am selben Abend wurde ich in die Psychiatrie eingewiesen. Dort bin ich nach ein paar Tagen abgehauen. Meine Schwester päppelte Sissy mit der Flasche auf. Ich hab mich auch mehr und mehr an sie gewöhnt. Und nach wenigen Wochen war auch ich soweit gewesen, das ich sie über alles liebte. Sissy ist ein richtiger Fegewind, sie hat Feuer unterm hintern. Aber sie ist so verschmust und verspielt. Wir haben unsere Freude mit ihr. Im August 2007 vermittelte die Hundefriseuse meiner Mutter ihr einen Hund der regelrecht misshandelt wurde. Meine Mutter kam noch am selben Abend zu uns. Er war auch ein Yorkshireterrier und heißt Bonny und ist etwa 4 Jahre. Als ich das erste mal sah, war ich sofort verliebt ihn Ihn. Er erinnert mich so sehr an unseren Charly. Ich hab gebettelt und gefleht das meine Mutter ihn bei uns lässt. Was sie dann auch tat. Bonny war voller Angst gewesen, er sabberte aus dem Mund, zuckte zusammen, wenn man ihn berührt hatte. Dort wo er vorher lebte, wurde er geschlagen, getreten usw. Er musste in einer kleine Transportbox schlafen. Nach und nach vertraute er uns, als er merkte das wir ihm nichts böses wollen. Er wusste zu beginn nichts mit Spielzeug anzufangen, im Gegenteil er hatte Angst davor und lief weg. Aber nach einigen Wochen hatte er sich total verändert, er drehte sich um 100 Grad. Er ist total verschmust, er spielt mit allem und jedem was er findet, er ist ein regelrechter Fresser. Er schläft bei uns Bett. Er ist einfach zu süß. Und im Wesen ist er Charly sehr ähnlich. Ich möchte ihn nicht mehr missen wollen. Derzeit lebt noch Jogi bei uns. Denn hatte meine Mutter 2007 geschenkt bekommen. Er ist auch ein Yorkie. Er ist schon etwa 9 Jahre oder so. Er war Krank gewesen, deshalb nahmen wir in zu uns, und haben Ihn behandelt. Meine Mutter möchte ihn auch wieder abgeben, weil er sich mit ihren zwei nicht vertragen würde. Jogi ist ein totaler Kampfschmuser, er ist so anhänglich, schläft jede Nacht bei mir im Bett. Aber er ist auch ein Kläffer. Aber ein total lieber. Derzeit wissen wir nicht ob wir abgeben oder nicht. Er ist sozusagen unser Pflegekind. So kamen wir zu all unseren Hunden. Ich möchte das ganze mit einem Sprichwort beenden das ich sehr passend finde, „Das mir der Hund das liebste sei, Oh Mensch sagst Du sein Sünde. Doch der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde“.
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