Ich habe hier meine Zeit im DBT-Programm aufgeschrieben.
Meine Zeit im DBT Programm in der Uniklinik in Freiburg
Ich war vom 16.09.03 bis zum 18.12.03 in der Psychiatrischen Uniklinik in Freiburg und habe dort das DBT Programm mitgemacht gehabt.
Mein Vater hat mich hingefahren gehabt. Wir waren gegen 12.200 dort gewesen. Wir sind auf Station 8 gegangen, dort ist die Borderlinestation, es werden aber auch andre Krankheiten behandelt wie Depressionen. Als erstes zeigte mir eine Krankenschwester mein Zimmer und hat mir alles auf Station gezeigt gehabt.
Dann stellte sich der Arzt vor. Er müsse noch in eine Sitzung, dann käme er für das Aufnahmegespräch. In der zeit Haben mein Vater und ich als mein Koffer ausgeräumt, und sind in den nahegelegenen Botanischengarten gegangen. So gegen 15.30 kam dann Dr. Rüsch zu uns. Wir sind in sein Zimmer gegangen. Er hatte mir viele Fragen über meine Erkrankung gestellt, über meine Symptome usw. Und was ich erreichen möchte, und was meine Behandlungsziele sind. Er hat mir dann auch einiges über das Programm erklärt gehabt.
Das Gespräch dauerte etwas 1Stunde. Mein Vater ist danach dann Nachhause gefahren.
Ich habe dann auch meine Zimmernachbarin kennen gelernt gehabt. Sie war etwas jünger, aber ganz nett. Um 18.00Uhr gab es dann Abendessen. Alle Patienten nehmen ihr Essen in einem gemeinsamen Speisesaal ein. Danach ist dann Medikamentenausgabe. Ich bin dann noch Duschen gegangen. Am Abend kam dann die Nachtschwester und hat sich bei mir vorgestellt gehabt. Was ich noch nicht wusste war zu dem Zeitpunkt, das die Nachtschwester auch tagsüber Dienst hat, und meine zuständige Pflegeperson wird.
Um 7.30 gab es Frühstück vorher wurde mir noch Blut abgenommen. Um 9.00 war dann der Sport gewesen. Das war der schnelle Sport, um 9.30 gab es dann noch den langsamen Sport, der ist für Patienten die nicht so schnell mehr können oder aber auch Ältere Menschen. Ich hab am langsamen Sport mitgemacht gehabt. Der Sport leitet Hr. W mit zwei weiteren Praktikanten die aber alle paar Wochen wechseln.
Das ganze dauert eine halbe stunde.
Danach bin ich dann auf mein Zimmer. Ich hab dann auch wieder ein Gespräch mit Dr. Rüsch gehabt, er war auch mein zuständiger Einzeltherapeut. Im zweiten Gespräch wurde der Therapievertrag besprochen. Ich durfte solange, die Station nicht verlassen, bis der Vertrag unterzeichnet war. Während dem Mittagessen wurde ich zum Oberarzt gerufen, der sich mir vorstellen wollte. Dr. Lieb, er ist ein sehr netter Oberarzt er hat mir auch wieder einige fragen gestellt gehabt über meine Symptome über jetzige Beschwerden und Ziele.
Ich bekam am dem Tag auch noch meine Therapiemappe, in der alle wichtigen unterlagen sind. Darin befindet sich auch der Therapieplan, jede Therapie muss man unterschreiben lassen und der Therapieplan wird dann immer Montags in der Stationsrunde eingesammelt, in der Therapiemappe sind auch die Unterlagen der Borderlinegruppen wie die Diary Card, das ist eine Tagebuchkarte in der das befinden beschrieben wird. Dort sind fragen, wie die Anspannung zum Selbstverletzen ist, die Suizidgedanken, der Schlaf der letzen Nacht und was man für Skills usw. gemacht hat. Es befinden sich auch in der Mappe unterlagen für die Basisgruppe und Bezugsgruppe.
Am selben Tag erklärte man mir auch noch die Verhaltensanalysen. Die gehören im DBT Programm dazu. Es gibt verschiedene Arten von VA, wie die VA für Therapieschädigendes Verhalten, SVV, Suizid aber auch die Positiv VA. Wenn sich jemand Selbstverletzt hatte, muss man auf alle fälle eine VA schreiben. Für jede VA die man schreibt, hat man ein 2 Stunden Time Out, man darf in der Zeit nichts andres machen als die Verhaltensanalyse zu schreiben. Und danach wird sie mit der Bezugsgruppe besprochen, dafür muss man extra einen Termin ausmachen, und wenn sie mit der Bezugsgruppe besprochen worden ist, kommt noch jemand vom Pflegepersonal hinzu. Danach geht sie ins Einzelgespräch.
Die erste VA die jeder schreiben muss, ist die über sein problemverhalten, meistens ist es die vom letzen Suizidversuch. Es fiel mir sehr schwer diese VA zu schreiben, weil ich diese Zeit am liebsten vergessen möchte, ich habe auch mehrere Tage dafür gebraucht gehabt. Das schreiben dieser VA hat auch dazu geführt gehabt, das ich mich geschnitten habe, was ziemlich tief war. So das der Arzt gerufen werden musste, und der hat mich ins Krankenhaus geschickt weil es genäht werden musste. Ich sollte eine Mitpatientin fragen ob sie mich begleiten würde, weil es besser wäre, wenn man zu zweit Fahren würde. Die Schwester hat dann jemand für mich gefragt, weil ich noch niemanden kannte, ich war ja erst 2 oder 3 Tage da gewesen. Wir sind mit dem Taxi in die Chirurgische Abteilung der Uniklinik gefahren. Wir mussten uns dann anmelden, und im Wartezimmer Platz nehmen. Wir mussten über 1Stunde warten, ich hatte ein ziemlich schlechtes gewissen, weil eine Mitpatientin ihre zeit für mich opferte. Wir haben uns etwas unterhalten gehabt während der Wartezeiten. Zunächst verlief das Gespräch ganz gut, aber dann hab ich ein fehler gemacht, ich fragte sie ob es ihr erster Aufenthalt in der Psychiatrie ist, und dummerweise haben es andre mitbekommen. Sie war total wütend gewesen, ich habe mich auch mehrmals dafür Entschuldigt gehabt. Aber das änderte nichts. Sie hielt es mir dann auch einige Wochen später immer wieder vor. Sie ist dann Telefonieren gegangen. Während der Zeit wurde ich aufgerufen. Der Arzt hat sich die Wunden angesehen und meinte man müsse es Nähen, ich wurde nicht zum ersten mal genäht daher wusste ich was auf mich zukommen wird. Das ganze dauerte etwa 30 Min. Wir sind dann danach wieder mit dem Taxi in die Klinik gefahren, ich musste danach dann eine VA schreiben, trotz das es schon 22.00 Uhr war. Aber das machte nichts, ich konnte eh nicht Schlafen.
Diese VA ging direkt ins Einzelgespräch worüber ich sehr erleichtert war, denn ich hätte ein Problem damit die VA in der Bezugsgruppe vor all den andren vorzustellen, das wäre mir unangenehm.
Ich habe Motorische Tics wegen denen hatte ich anfangs ziemliche Probleme mit einer Mitpatientin gehabt. Die Tic äußern sich durch ständiges Räuspern, Augenzwinkern, Gesichtsbewegungen, man sie nicht kontrollieren. Die Mitpatientin meinte in der Bezugsgruppe, das sie sich durch das Räuspern gestört fühlt. Sie könne sich in den Gruppen nicht Konzentrieren. Und wenn sie sich nicht Konzentrieren könnte, dann würde die ganze Therapie bei ihr nichts bringen, dann müsste sie über einen Therapieabbruch nachdenken. Ich war zuerst ganz baff gewesen. Ich bin danach aus der Gruppe rausgegangen. Und in mein Zimmer gegangen. Ich kann verstehen das die Leute dadurch genervt sind, ich bin es ja selbst, aber das sie meinetwegen die Therapie abbrechen wollen, das Hab ich nicht verstanden, ich habe mich wieder einmal dafür gehasst, ich war fertig gewesen. Ich habe mit Dr. Rüsch darüber gesprochen gehabt. Und wir haben darüber gesprochen gehabt, wie ich es der Gruppe erklären könnte, was es ist usw. Ich bekam auch ein Medikament dagegen und zwar Orap.
Die Tics wurden daraufhin besser.
Meine Zimmernachbarin, ist am Wochenende mit mir dann mal in den nahegelegene, Waschsalon gegangen, und hat mir auch alles erklärt wie alles dort funktioniert, ich konnt zwar Wäschewaschen usw., aber war noch nie in einem Waschsalon gewesen.
Die ersten Tagen vergingen ziemlich schnell. Meine Zimmernachbarin wurde dann auf eine andere Station verlegt, gründe möchte ich hier jetzt nicht nennen, weil es Private Gründe sind. Ich war dann einige Tage alleine im Zimmer gewesen, was ich sehr genossen habe. An einem Freitag kam übers Wochenende eine ältere Dame zu mir ins Zimmer, sie blieb nur das Wochenende bis sie verlegt werden konnte, auf die Station wo die Älteren sind. Ich habe mich mit ihr sehr gut verstanden, ich habe in ihr immer meine Oma gesehen, die vor ein paar Jahren verstorben ist, ich vermisse meine Oma sehr.
Nach 2 oder 3 ist Dr. Rüsch für eine Forschung von Station gegangen, zu dem Zeitpunkt kam Fr. Dr. Peters aus dem Urlaub zurück. Er sagte mir, das sie die Einzeltherapie übernehmen wird, da er für 6 Wochen von Station weg sein wird. Ich war anfangs etwas geschockt gewesen, da fängt man an, vertrauen zu jemanden zu fassen, dann muss man zu jemand neuem vertrauen fassen, aber als ich Frau Peters kennenlernte, merkte ich schnell, das ich mit ihr klar kommen werde, sie war eine sehr nette Frau gewesen. Natürlich musste ich mit allen von vorne anfangen. Und ich konnte auch noch nicht in Stufe aufgenommen werden. Die Aufnahme in Stufe 2 zögerte sich auch noch weiterhin hin. Die Ärzte, Therapeuten und das Pflegeteam waren der Meinung ich ging zu wenig mit meinen Problemen auf das personal zu, und halte mich viel zuviel fern von ihnen usw. Für sie macht es den Anschein als hätte ich dadurch keine Probleme weil ich versuche sie immer alleine zu bewältigen oder mit meiner Familie. Und so sollte dies nicht sein. Man machte mit mir den Vertrag damit ich in Stufe 2 kam, das ich mein Handy abgeben muss, und nur noch 3 mal die Woche Telefonieren darf. Keine Heimfahrten machen darf usw. Und wenn ich dagegen verstoßen würde, bekäme ich ein 24 Stündiges Time Out, das heisst ich muss die Station komplett verlassen, und in ein Hotel gehen, und das ganze selbst Finanzieren. Ich habe mich total gegen diesen Vertrag gewehrt, habe aber eingewilligt weil ich ja unbedingt in Stufe 2 kommen wollte, weil ich ja von der zeit an wo ich bei Frau Peters in den Gesprächen war, eine Therapiepause hatte, ich durfte an den Einzelgesprächen teilnehmen und am Sport an sonst nichts. Das war schon, das war für zwei Wochen gewesen. Außerdem wollte man ein gemeinsames Gespräch mit meinen Eltern haben. Ich habe anfangs immer Angst gegen ein gemeinsames Gespräch gehabt, aber irgendwie dachte ich diesmal vielleicht könnte dies diesmal helfen oder so, ich weiss nicht.
Mein Vater kam dann am 31.10.03 nach Freiburg herunter gefahren. Meine Mutter konnte leider nicht mit kommen, weil sie meinen Opa zu verpflegen hatte. Ich hatte totale Angst davor gehabt. Aber das Gespräch verlief total super. Ich habe sehr viel erreicht gehabt. Ich habe meine Meinung gesagt, ich habe gesagt was ich über den Vertrag denke, wie ich dazu stehe wie ich mich damit fühle usw. Und das ich gerne wieder Kontakt mit meiner Familie usw. hätte. Beim Gespräch war meine zweite Bezugspflege Fr. Völgy und der Psychologe Hr. Richter dabei gewesen noch. Ich habe auch erreicht das ich das Wochenende mit meinem Vater nachhause fahren durfte, was ich nicht geglaubt hätte das ich das schaffen werde, aber wie ihr seht es ist alles möglich. Wo ein Wille ist, ist auch ein weg.
Das Wochenende war sehr schön gewesen, es hat mir sehr gut gefallen gehabt. Ich war nur sehr traurig als wieder zurück fahren musste, ich bin mit dem Zug zurück gefahren.
Einmal als ich geschnitten habe, ich weiss nicht mehr genau zu welchem Zeitpunkt es war, es war nach glaub ich 3 Wochen oder so gewesen, aber ich kann mich noch genau an alles erinnern was geschehen ist. Es war wie immer ziemlich tief gewesen. Und der Diensthabende Arzt meinte es müsse genäht werden, somit musste ich in die Chirurgie fahren. Ich sollte wie immer jemand fragen der mit fahren tut, ich wusste aber nicht zurecht wen ich fragen sollte, also dachte ich frage doch N., sie war ja auch das erste mal dabei gewesen, und sie war doch eigentlich ganz nett gewesen, aber sie war nicht da gewesen, wie sich rausstellte was mein Glück war. Ich habe dann Heike gefragt ob sie mitfahren würde, sie ist dann auch mitgekommen. Da es noch nicht spät war, und draußen auch noch hell war, sollten wir mit der Straßenbahn in die Klinik fahren. Die Haltestelle war unmittelbar vor der Klinik, als wir dort ankamen, stand dort eine Gruppe von ca. 30 Leuten die auch mitfahren wollten. Die Straßenbahn war total voll gewesen, man stand total gequetscht dort. Vor lauter Anspannung und Nervosität und Angst vor den Leuten in der Bahn hab ich mir den anderen Arm ganz Wund gekratzt gehabt, was ich aber erst als wir wieder zurück in der Psychiatrie waren bemerkt habe.
Wir mussten die Chirurgie erst suchen, wir kannten nur den weg mit dem Taxi, und damit wurden wir immer direkt vor die Türe gebracht, aber so mussten wir alles suchen, aber nach einigem suchen und fragen fanden wir es. Wir mussten wie üblich sehr lange warten. In der zeit haben wir uns sehr lange und auch Intensiv unterhalten. Wir haben auch darüber gesprochen, das wir so niemanden haben, mit dem wir was unternehmen könnten, und haben uns darauf geeinigt das wir ja was gemeinsam unternehmen könnten in Zukunft. Das war der beginn einer Freundschaft, wir haben Heute auch noch Kontakt, auch wenn wir weit voneinander weg wohnen.
Wir haben in der zeit in der Klinik viel gemeinsam gemacht. Ich war froh und dankbar das sie mit mir in die Chirurgie gefahren ist. Wir sind dann mit dem Taxi wieder zurück in die Klinik gefahren. Als wir dort ankamen, musste ich die VA schreiben, ich war total erledigt gewesen, aber ich habe dennoch die VA geschrieben gehabt. Sie ging dann wie gewohnt in die Bezugsgruppe.
Ich musste mir dann Leute zusammensuchen mit denen ich sie besprechen konnte, es war mein erstes mal besprechen in der Bezugsgruppe, und es waren gleich zwei VA gewesen, weil ich musste zwei VA schreiben, ich musste noch eine dafür Schreiben wo ich mich Wund gekratzt habe, was ich nicht gerecht finde, weil ich das im unterbewusst sein gemacht habe, und nicht mitbekommen habe.
Nach langen suchem habe ich dann Leute zusammen bekommen, es ist immer schwer welche zusammen zu bekommen, weil niemand gerne so etwas macht. Es war N. ( ich schreibe ihren Namen nicht ganz aus, weil ich nicht weiss, ob es dieser Person nicht recht wäre) dabei gewesen. Sie wollte anfangs eigentlich dabei sein, aber das Pflegepersonal hat darauf gedrängt gehabt. Weil sonst keine Personen zur Verfügung stehen außer sie noch. Also hat sie widerwillig ja gesagt. Aber sie ließ es mich auch spüren. Als ich begann die VA vorzulesen war sie noch ruhig, aber dann danach ist auf mich losgegangen, nicht körperlich, aber mit Worten. Sie hat es Satt, was ich hier treiben würde. Ich würde ja nur Aufmerksamkeit verlangen wollen. Würde mich mit meinem Schneiden in den Mittelpunkt stellen so das es jeder sieht und mitbekommt, und dann würde ich sie in der Öffentlichkeit bloßstellen, damit meinte sie die frage die ich sie damals stelle, ob das ihr erster Aufenthalt in der Psychatrie ist. Sie sagte noch vieles mehr, was ich jetzt nicht alles aufschreiben möchte, weil es mir zu sehr weh tut. Diese Patientin hackte einfach immer auf mir herum, sie meinte dann auch, wenn sie sich Schneiden geht, dann behält sie es wenigstens für sich und posaunt es nicht groß herum, Toll wenn ich es für mich behalten hätte, und es wäre heraus gekommen, dann wäre ich rausgeflogen aus der Klinik das hat man mir gesagt gehabt. Sie meinte auch, es ist ihr egal ob ich jetzt wieder Schnibbeln geh oder nicht. Und dann auch sie die große Heulnummer aufgelegt gehabt. Ich war danach total fertig gewesen. Ich bin aufgestanden und gegangen. Ich konnte nicht mehr. Als ob ich damit Aufsehen erregen möchte oder so, um Gottes willen.
Heike ist danach mit mir rausgegangen, sie meinte es wäre nicht meine schuld gewesen, jeder aus der Gruppe hat zu mir gestanden, weil sie in dem Moment jeden damit verletzt hatte, der sich selbst verletzt. Ich bin ihr von dem Moment aus dem Weg gegangen hab kein Wort mehr mit ihr gesprochen gehabt. Sie hatte die Therapie dort auch abgebrochen gehabt, und hat mich gefragt gehabt, ob ich eine Aussprache möchte, ich habe eingewilligt gehabt. Sie meinte dann zu mir, sie würde in mir, ihr Mutter sehen, ich wäre in allem wie ihre Mutter und deshalb wäre sie so zu mir gewesen. Toll ist das deshalb ein grund mich so zu behandeln?? Und außerdem bin ich nicht ihre Mutter, jeder Mensch ist anders, kein Mensch ist gleich.
Nun möchte ich auch mal ein bisschen, was über die Gruppen im DBT Programm erzählen. Das sind die Achtsamkeitsgruppe, Bezugsgruppe, Basisgruppe, Körpertherapie, Skillgruppe und Einzeltherapie und dazu ist noch Sport und wer möchte kann auch noch Ergotherapie machen, das muss man aber mit seinem Einzeltherapeuten abklären.
Die Bezugsgruppe ist eine Gruppe die wird nur untern den Patienten alleine gemacht, das heißt es ist kein Therapeut und auch keiner vom Pflegepersonal dabei, sie findet zweimal wöchentlich statt. Dort werden Hausaufgaben der Basisgruppe gemacht, Probleme besprochen usw. Am Ende wird ein Fragenboden ausgefüllt, wie das Gruppenklima war, usw., und das wird dann am Anfang der nächsten Stunde besprochen.
Die Basisgruppe ist keine Gruppentherapie wie man sie kennt, wo jeder sagt wie es einem geht usw. Die Basisgruppe, ist eine Informationsgruppe wo, über die Krankheit berichtet wird, über Borderline und über Krankheiten die mit Borderline gemeinsam auftreten können wie ADS, ES, Zwänge usw. sie findet, soweit ich in Erinnerung habe auch zweimal wöchentlich statt, aber ich bin mir nicht mehr so sicher.
Die Skillgruppe hat, in der Zeit wo ich dort war, Hr. Richter geleitet. Dort wird auch am Ende ein Fragebogen ausgefüllt, wie in der Bezugsgruppe..
Die Achtsamkeitsgruppe gliedert sich in 5 Sinne, so wird die Gruppe auch aufgebaut. Das wären Hören, Riechen, Schmecken, Fühlen, Sehen. Jede Sinne geht 1 Woche. Die Achtsamkeitsgruppe findet zweimal wöchentlich statt, sie wird vom Pflegepersonal geleitet. Beginnen tut die Gruppe mit einer Achtsamkeitsübung und zwar dem Hören. Man sitzt sich in eine gemütliche Sitzposition, macht wenn möglich, die Augen zu und hört 2 Minuten.
Dann wird je nachdem etwas gemacht, was für ein Sinne dran ist. Wir waren oft im nahegelegenen Botanischen Garten gewesen. In der ersten Stunde sucht das Pflegepersonal das Thema aus, für die Patienten. Mittwoch Morgens macht man gemeinsam Hausaufgaben
Die Einzeltherapie dürfte ja klar sein, was dort gemacht wird oder??
In der Körpertherapie werden verschiedene Sachen gemacht, ich bekam oft Igelball Massage gemacht, oder aber hat man mir versucht das Jonglieren beizubringen, aber da bin ich ein hoffnungsloser fall, ich bin einfach zu schusselig dafür. Die Bälle fliegen überall hin, nur nicht in meine Hände. Bianca meine spätere Zimmernachbarin, Doris und Tanja alle drei auch aus dem DBT Programm, wir oft gemeinsam geübt, bei Bianca hat es auf Anhieb super geklappt sie ist wohl ein Naturtalent, bei Tanja ging es auch ziemlich schnell, nur bei Doris und mir blieb der Erfolg aus. Aber was soll’s. Wir haben auch oft, so unsren Spaß mit den Bällen, wir haben sie uns zugeschickt oder Fußball damit gespielt.
Irgendwann kamen Heike und ich mal auf die Idee wir könnten doch mal in den Europapark fahren. Das dumme war die Idee kam uns erst Samstags, das heisst, wir hätten müssen Freitags schon Ganztagsausgang beantragen. Heike hat es getan, nur meine Wenigkeit nicht. Wir sind dann ins Dienstzimmer gegangen und haben mit der Schwester gesprochen, sie fand es auch eine super Idee, und meinte, das müsse dann der Diensthabende Arzt entscheiden. Sie hat dann die Ärztin angerufen. Sie ist dann nach etwa 1Stunde gekommen. Sie hat mich einige Fragen gestellt weshalb ich hier wäre usw. Was wir vor haben usw. Ich habe ihr dann alles gesagt gehabt. Sie meinte, es wäre kein Problem das wir Fahren, wir sollten dann nur bis spätestens ich glaube 19.00 Uhr war es zurück sein, und sollten uns zweimal melden, das es uns auch gut geht. Das haben wir auch alles gemacht gehabt. Wir sind am nächsten Morgen frühzeitig aufgestanden, und haben uns fertig gemacht, haben uns am Vortag noch was zum Trinken gekauft. Und gegessen haben wir im Park. Die Karte haben wir im Bus gekauft. Ich glaube wir sind mit dem Bus um 9.00 in den Park gefahren, so das wir um 10.00 Uhr am Europapark waren. Das war schon ein tolles Gefühl gewesen. Ich wusste, wir werden einen schönen Tag haben. Wir haben uns am Eingang eine Karte vom Park genommen. Damit wir wissen wo was ist. Wir waren auf allem möglichen drauf gewesen, auf Achterbahnen, Wasserbahnen usw. Haben auch Erinnerungsbilder gemacht usw. Es war ein schöner Tag gewesen, aber auch ein anstrengender Tag. Es war auch ziemlich viel Betrieb gewesen. Das Wetter war trotz der Jahreszeit sehr Warm gewesen. Wir haben zwischendurch eine Pause gemacht und haben eine Pizza gegessen, dort mussten wir auch ewig anstehen dafür.
Wir haben uns gegen 16.30 auf den Heimweg gemacht, weil wir nicht mehr konnten, wir waren beide total fertig gewesen. Wir wollten auch nimmer, obwohl noch nicht alles gesehen haben, aber das war uns egal gewesen. Wir sind zur Haltestelle gegangen, der Bus kam nach 10 Min. Ich bin im Bus schon fast eingeschlafen, konnte mich aber noch wach halten, Heike ebenfalls. Der Busfahrer, hatte uns an der Kreuzung der Klinik herausgelassen, das fand ich sehr nett von ihm. Ich hatte totales Kopfweh gehabt. Als wir in der Klinik wieder waren, war es 18.00 Uhr, ich habe mich direkt ins Bett gelegt. Es war mir egal ob ich noch meine Kleidung an hatte oder nicht. Gegen 21.30 kam die Nachtschwester zu mir, das ich meine Tabletten noch holen müsse, und mich auch noch umziehen müsse. Ich habe sie bei der Gelegenheit gerade nach Kopfschmerztabletten gefragt. Sie gab mir auch direkt was. Am nächsten Tag war ich noch wie gerädert gewesen.
Nach ein paar Wochen kam Bianca zu mir ins Zimmer, ich glaube nach 8 Wochen oder so, ich weiss nicht mehr so genau, wir haben uns auch sehr gut verstanden. Sie ist etwas Älter als ich, aber nicht viel. Wir verstanden uns von Anfang an ganz gut.
Mal aber genug über meine Erlebnisse, ich möchte auch noch etwas über das Programm erzählen. Ab Stufe 2 ist es üblich, das ein Notfallkoffer erarbeitet wird. Der wird in der Regel mit der Bezugspflege zusammengestellt. In den Notfallkoffer können gehören so Sachen wie Ammoniak, Igelball, Minipuzzle, Duftöle, Parfümprobe, Fotos, Tagebuch, Discman, Knackfrosch usw. Den Notfallkoffer sollte man immer bei sich tragen für den Notfall. Man kann ihn in einer Art kleinen Handtasche bei sich tragen oder so. Ich hab ein Kosmetikbeutel, dort war mal Parfüm drinnen, muss ich aber auch erneuern.
Man lernt auch verschiedene Skills. Was mir gut geholfen hatte, wenn ich Angespannt und auch wütend war, war, mit einem Nassen Handtuch, darin ein Knoten machen und dann gegen die Badewanne mit voller Wucht schlagen. Man kann sich dabei so richtig austoben. Am Anfang erschreckt man leicht dabei, weil es wirklich sehr laut wird. Aber das macht nichts, es hilft wirklich sehr gut, ich kann es nur empfehlen, macht es ruhig mal. Was ich auch gut finde, aber da gibt es gemischte Meinungen, ist der Kerzenwachs. Das man sich heißen Kerzenwachs über den Arm laufen lässt. Darüber gibt es aber gemischt Meinungen, die einen sind dafür die andren dagegen. Ich finde es gut. Vor Allem, wenn man eine Rote Kerze nimmt, hat es den Effekt wie Blut. Es ist Warm und Rot, und fühlt sich daher wie Blut an. Das ist mal meine Meinung. Klar man muss aufpassen, das keine Brandnarben entstehen, aber es ist bei mir nie passiert. Muss halt jeder selber für sich entscheiden.
Was mir meine Körpertherapeutin empfohlen hatte war noch das Boxen, dabei könne man sich gut abreagieren. Ich sollte mal mit Hr. Welke (unser Sporttherapeut) darüber reden, er hatte dann meine Therapeutin die Frau Peters gefragt und sie hat auch eingewilligt. Ich konnte dann 1 Woche später anfangen. Ich bekam eine genau Einführung. Anfangs war ich wirklich sehr zaghaft, traute mich gar nicht auf den Boxsack zu hauen, aber Hr. Welche ermutigte mich immer wieder dazu, und wir machten auch immer wieder Übungen dazu. Es klappte zwar zu Ende noch nicht so gut, aber egal. Ich konnte mich dennoch sehr gut abreagieren, das ist die Hauptsache.
Mitte November bin ich wieder Nachhause gefahren, weil ich da ein Klassentreffen von der Grundschule her hatte, ich habe zwar Angst gehabt hinzugehen, wollte aber dennoch hingehen, weil es auch eine Möglichkeit war nachhause zu Fahren. Ich bin schon um 7.00 Uhr aus der Klinik gegangen, weil mein Zug um 8.00 Uhr gefahren ist. An der Straßenbahnhaltestelle, spricht mich ein Schwarzhäutiger Mann an, er konnte kaum Deutsch. Ich habe in versucht anzuweisen, er ließ aber nicht locker, er hatte in der Straßenbahn mehrmals nach meiner Tel. Nr. gefragt, ich wollte sie ihm nicht geben, er fragte aber mehrmals eindringlich, und ich wollte ihn loswerden, so das ich sie ihm gegeben habe.
Ich bin dann am Bahnhof ausgestiegen. Mein Zug war um 8.00 Uhr gefahren. Ich hatte 3 stunden Zugfahrt vor mir gehabt. Das Klassentreffen war sehr gut gewesen, ich habe viele nicht mehr wieder erkannt gehabt, ich habe extra was mit langen Armen angezogen so das keiner meine Narben an den Armen sieht, es wussten auch nur zwei von meiner Krankheit dort. Und meiner Ehemaligen Klassenlehrerin Hab ich es auch erzählt, sie war erschrocken, als sie davon erfuhr. Gegen 24.00 Uhr sind wir alle gegangen, am nächsten Tag bin ich wieder zurück gefahren.
In der darauf folgenden Woche hat mich dieser Mann von der Straßenbahn mehrmals angerufen gehabt, einmal fragte er wo ich wäre, ich sagte in der Stadt, er wartete an der Straßenbahn bis ich zurückkam, und wollte das ich in seine Wohnung mitkomme. Aber zum Glück sind gerade zwei Mitpatientinnen gerade gekommen, sie haben mir geholfen ihn loszuwerden. Er hat noch ein paar mal angerufen, ich habe ihn auch gesagt er soll meine Nr. löschen usw., ich habe dann auch nichts mehr von ihm gehört. Zum Glück, denn das ganze hat dazu geführt gehabt, das ich wieder geschnitten habe.
2 – 3 Wochen vor der Entlassung kommt man in Stufe 3, das ist die letzte Stufe. Das ist die Endphase, dort wird alles für die Entlassung vorbeireitet. Um in Stufe zu kommen muss man ja in eine Runde gehen, wo der Oberarzt, welche vom Pflegepersonal und der Sporttherapeut und auch Stationsarzt und Psychologe dabei sind gehen, und dort musste deine Kurz VA über deine Problem Verhalten vortragen. Das ist in Stufe 3 nicht mehr. In Stufe 3 findet nur noch ein Gespräch zwischen Bezugstherapeut und Bezugspflege und Patient statt. Irgendwie war das Gespräch total witzig gewesen. Es werden verschiedene fragen gestellt, wie es nach Entlassung geht. Beruflich oder aber auch Therapiemäßig. Ich dachte ich könnte ja zu Hr. Eckard zurück gehen. Weil ich bei ihm vorher war, und Beruflich war ja schon das Arbeits-Trainings-Projekt geplant. Das war alles schon geplant, bevor ich mit dem DBT Programm begonnen habe. Die letzten Tage vergehen, je nachdem, langsam aber auch ziemlich schnell, mir kamen sie vor, als würden sie ewig vorkommen, weil ich wollte nicht mehr länger bleiben, und war das ich entlassen werde. Ich habe auch meinen Vater gebeten, der mich abholen kam, das er so früh wie möglich kommen sollte.
Am 18.12.03 wurde ich in Freiburg entlassen, die Zeit dort hat mir sehr gut getan und wirklich sehr viel weiter geholfen. Ich kann jeden der Borderline hat, und an sich Arbeiten möchte, das DBT Programm nur Empfehlen. Ich war aber auch traurig als ich gegangen war, ich habe viele schöne Erinnerungen an die Zeit in Freiburg. Wie z.b. als ich die Weihnachtsplätzchen gebacken habe. Oder als wir mal zu viert Pizza gebacken haben. Die Fahrt in den Europa Park. Die Mitarbeiter sind wirklich sehr nett. Ich weiß noch wir haben oft unsren Spaß gemacht. Ich war mit den andren oft zusammen draußen gewesen, wenn die andren eine Rauchen waren, habe ich nur so dabei gestanden, da haben wir immer herumgealbert, das der oder der denjenigen lieben würde usw. Und kurzerhand war man schnell Frau XYZ oder so. Das war schon witzig gewesen.
Ich vergesse auch nicht wie Frau Völgy meine zweite Bezugspflege mich zum Abschied in den Arm genommen hatte, sie ist wirklich eine sehr liebe Frau genau so wie Frau Alberts. Ich möchte mich hiermit beim gesamtem Team der Station 8 der Psychiatrischen Uniklinik Freiburg bedanken vor allem Frau Peters, Frau Alberts, Frau Völgy, Hr. Welke, und Dr. Lieb.